Steuerriemen und -scheibe sind wichtige Komponenten in Automotoren und mechanischen Geräten und dienen zur Synchronisierung der Bewegung von Antriebswellen.
Das aus der Zahnriemenscheibe und dem Riemen bestehende Übertragungssystem bietet die Vorteile einer hohen Übertragungseffizienz, guter Stabilität, keinem Schlupf und geringer Geräuschentwicklung.
In diesem Blogbeitrag gebe ich Ihnen eine umfassende Einführung zum Thema Zahnriemen und Zahnscheibe.
Inhalte
Was ist eine Zahnriemenscheibe?
Zahnriemenscheiben haben außen Zähne, die in den Zahnriemen eingreifen, und innen eine Bohrung, die mit der Antriebswelle verbunden ist.
Zahnriemenscheiben dienen zur Synchronisierung und gleichmäßigen Drehung zweier Wellen.
Gängige Materialien für Zahnriemen sind: pulvermetallurgische Materialien, Aluminium, Stahl und Kunststoff.
Anwendungen der Zahnriemenscheibe
Zahnriemenscheiben haben ein breites Anwendungsspektrum, insbesondere in Kraftübertragungssystemen, die eine präzise synchrone Bewegung erfordern.
Automobilindustrie
In Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen dienen Steuerscheiben zur Synchronisation der Kurbel- und Nockenwellendrehung. Die Kurbelwelle dreht sich und treibt den Zahnriemen an, der wiederum die Nockenwelle antreibt. Dadurch können die Einlass- und Auslassventile des Motors korrekt öffnen und schließen.

Industriemaschinen
Zahnriemen werden verwendet, um die Bewegung verschiedener mechanischer Teile zu synchronisieren und so eine präzise Bewegung von Förderbändern, Roboterarmen usw. zu gewährleisten.
Druckindustrie
Zahnriemenscheiben tragen zur präzisen Bewegung des Druckkopfs und der Papierhandhabungsmechanismen von Druckern bei.
CNC-Bearbeitung
CNC-Maschinen sind auf Zahnriemenscheiben angewiesen, um die Bewegung der Schneidwerkzeuge präzise zu steuern
Arten von Zahnriemenscheiben
Das Zahnprofil der Zahnscheibe und des Zahnriemens beeinflusst die Effizienz, den Geräuschpegel und die Drehmomentübertragungskapazität des Getriebesystems.
Anhand des Zahnprofils lassen sich die Zahnriemenscheiben in folgende Typen unterteilen:
1. Trapezförmiges Zahnprofil
Trapezzähne sind das gebräuchlichste und traditionellste Zahnprofil mit hoher Übertragungseffizienz, verschleißen jedoch bei Hochgeschwindigkeits- und Drehmomentanwendungen schneller.
Tonhöhentypen: MXL, XL, L, H, XH und XXH.
2. HTD (High Torque Drive) Zahnprofil
HTD ist für Anwendungen mit hohem Drehmoment ausgelegt und verfügt über eine hohe Festigkeit und Tragfähigkeit. HTD verwendet ein kreisförmiges Zahnprofil, das die Lastverteilung gleichmäßiger gestalten kann.
Gängige Teilungen sind 3 mm, 5 mm, 8 mm und 14 mm.
3. GT (Gates-Zahnprofil)
Beschreibung: Die GT-Serie verfügt über runde Zähne, die für einen reibungslosen Eingriff und hohe Präzision sorgen. Sie kann Vibrationen reduzieren und die Haltbarkeit des Systems verbessern.
Die Teilung von GT2 beträgt 2 mm, während die Teilung von GT3 3 mm beträgt.
Was ist ein Zahnriemen?
Der Zahnriemen greift in die Zahnscheibe ein und spielt eine wichtige Rolle bei der Synchronisierung der Rotation zweier Wellen. Seine Zähne sind trapezförmig und gekrümmt. Zu den verwendeten Materialien gehören Silikon, Polyurethan, Nylonkautschuk und Synthesekautschuk. Polyurethan-Zahnriemen zeichnen sich durch hervorragende mechanische Festigkeit und hohe Präzision aus.
Pulvermetallurgie-Zahnriemenscheibe
Die Pulvermetallurgie (PM) ist ein endkonturnahes Herstellungsverfahren und gilt aufgrund ihrer hohen Rohstoffausnutzung und des geringeren Energieverbrauchs als umweltfreundliche Technologie.
Wie werden Zahnriemen aus Pulvermetall gemacht?
Bei diesem Verfahren werden Metallpulver, üblicherweise FC-0205 oder Sint C11, mit Bindemitteln vermischt und gleichmäßig verteilt. Anschließend wird die Mischung mithilfe einer PM-Presse verdichtet. Stempel und ein Kernstab helfen dabei, das Pulver in den Formhohlraum zu pressen. Das resultierende Teil wird als Grünling bezeichnet.
Anschließend wird der Grünling zum Hochtemperatur-Sinterprozess in den Sinterofen geschickt. Bei diesem Prozess verschmelzen die Metallpartikel miteinander und bilden ein festes Teil.
Um Ihren spezifischen Anforderungen gerecht zu werden, führen Hersteller an gesinterten Zahnriemenscheiben häufig sekundäre Vorgänge wie Größenanpassung, Oberflächenbehandlung und Wärmebehandlung durch.

Vorteile des Sinterns
Pulvermetallurgische Sinterverfahren bieten folgende Vorteile:
Kostengünstig in der Massenproduktion
Aufgrund des minimalen Materialabfalls und der geringeren Anzahl sekundärer Verarbeitungsschritte ist PM für die Massenproduktion äußerst kostengünstig.
Hohe Qualitätskonsistenz
Da die Rohstoffe und Prozessparameter sorgfältig kontrolliert werden, lässt sich bei gesinterten Zahnriemen über verschiedene Chargen hinweg problemlos eine gleichbleibend hohe Qualität erzielen.
Enge Toleranzen
Zahnriemenscheiben aus Pulvermetall bieten enge Maßtoleranzen, typischerweise im Bereich von IT8 bis IT9. Durch den Kalibrierprozess können engere Toleranzen von IT6 bis IT7 erreicht werden.
Hohe Flexibilität bei der Materialgestaltung
Metallpulver können durch Hinzufügen von Legierungselementen individuell angepasst werden, um die mechanische Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und andere Eigenschaften der Sinterprodukte zu verbessern.
Komplexe Formen
Die Pulvermetallurgie eignet sich gut zur Herstellung von Komponenten mit komplexen Formen, wie etwa Schrägverzahnungen, Kegelrädern, Kettenrädern, Riemenscheiben und mehr.
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